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Der am Südostrand von Amedorf liegende, sich 240 m in West-Ost-Richtung erstreckende See bedeckt eine Fläche von 6270 m² und ist 3 bis 4 m tief.
Durch ihn fließt der aus der Feldmark Welze kommende und ostwärts von Mandelsloh überm See in die Leine mündende Seegraben.
Aus der ersten schriftlichen Erwähnung des Franzsees von 1709 geht hervor, dass er mit der Fischereigerechtigkeit als Eigentum zum adligen Hof Nr. 22 in Amedorf gehörte. 1838/9 stand der Gemeinde Amedorf das Recht zu, ihre Schafe in dem als unbrauchbar bezeichneten See zu tränken und zu waschen. Heute ist der See im Eigentum der Großkötnerstelle Nr. 7.
Bei dem Namen   Franzsee   handelt es sich um einem mit dem Vornamen Franz in Zusammenhang stehenden Namen. Namensgebend könnte Franz von Mandelsloh gewesen sein, der von 1575 bis 1619/20 auf der adligen Stelle Nr. 22 in Amedorf saß, zu der damals der See gehörte.
Bis kurz nach dem 1. Weltkrieg diente er als Tränke und zur Wäsche der Schafe. Im übrigen ist der See mit seinem leicht moorigen Charakter, den Schilfecken und Seerosenbuchten noch weitgehend im Naturzustand erhalten geblieben. Seit 1934 wird der Franzsee als Badesee genutzt.
Als besondere Veranstaltungen galten und gelten das Fackelschwimmen oder sonstige Feste, die jeweils unter ein Motto gestellt wurden, wie z. B.  Italienische Nächte   . Er ist somit ein beliebter Treffpunkt im Sommer, und wird im Winter, wenn er zugefroren ist, auch gerne zum Eishockeyspielen genutzt !